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Größere Kartenansicht - Foto: Enslin
Untertürkheim

Untertürkheim - Sanierung des Kirchendaches und des Turmes der Evangelischen Stadtkirche St. Germanus von 1478

 

• Sonntag, 11.07.2010 - Gemeindefest rund um die Evang. Stadtkirche Untertürkheim
• Großer Schritt zur Sanierung der Stadtkirche -Untertürkheimer Zeitung vom 29.6.2010

Website der Kirchengemeinde: www.stadt-wallmerkirche.de

Mehr zur Evang. Stadtkirche Untertürkheim bei www.wirtemberg.de.

Untertürkheim - Verkauf des Bahhofgebäudes von 1896

•   Untertürkheimer Zeitung vom 12.03.2010: Untertürkheimer Bahnhof steht zum Verkauf

•   Untertürkheimer Zeitung vom 19.06.2010: Investorengruppe will Bahnhof kaufen

•   Antrag der SÖS vom 7.7.2010: Untertürkheimer Bahnhof schützen

 

Aktion Stolpersteine

Am Sonntag, 18. September, werden die Autoren Michael Horlacher und Günter
    Randecker um 12 Uhr bei einer Matinee im Waldheim Gaisburg ihr neues Buch über Gertrud    Lutz /geb, Schlotterbeck aus Luginsland) vorstellen und an sie erinnern.

Am Freitag 8. Oktober 2010 um 14:15 Uhr an der Schlotterbeckstraße 4 in Untertürkheim:    Stolpersteinverlegung für Christiane Marie Haug mit Gunter Demnig -
   www.wirtemberg.de/stolperstein.htm

Großer Schritt zur Sanierung der Untertürkheimer Stadtkirche

Untertürkheimer Zeitung vom 29.6.2010


UNTERTÜRKHEIM: Denkmalschützer „segnen“ aufwändige Sanierung des Kirchendaches und des Turmes ab

Von Weitem sieht man Untertürkheims Wahrzeichen die Altersblessuren nicht an. Am Dach und auch am Turm der Stadtkirche haben die Umwelteinflüsse der vergangenen Jahrzehnte genagt. Beide müssen aufwändig saniert werden. Denkmalschützer gaben jetzt ihr Einverständnis. „Ein großer Schritt voran“, freut sich Kirchengemeinderatsvorsitzender Stefan Glöckler.

Von Mathias Kuhn

Der evangelischen Kirchengemeinde Untertürkheim geht es wie manchem Oldtimerfan. Die Kirchengemeinderäte lieben ihr Schmuckstück, die herrliche Stadtkirche. Allerdings müssen sie immer wieder viel Geld in die alte Substanz stecken, damit das Wahrzeichen in seiner Schönheit erhalten bleibt. Vergangenes Jahr ließ die Kirchengemeinde die Uhr samt Glockenspiel aus dem Jahr 1901 wieder auf Vordermann bringen. Kaum tickte das Uhrwerk wieder richtig, gingen die Kirchengemeinderäte die nächste Baustelle an. Das Dach und den Turm. Seit Jahren fegen starke Stürme immer wieder Dachziegel vom Dach und vom Turm - decken Mängel auf. Schuld daran sind weniger die immer orkanartigeren Böen, sondern die Ziegel selbst. Nach den Fliegerangriffen wurde das Dach der Stadtkirche kurz nach Kriegsende neu gedeckt. „In der damaligen Notzeit wurde das Material nicht mit der gewohnten Sorgfalt gebrannt“, ließ sich Glöckler von Experten erklären. Die Auswirkungen zeigen sich heute. Wenn starke Winde die Ziegel aneinanderreiben, platzen Stücke ab. Die Ziegelsteine liegen nicht mehr plan aufeinander. Prekär ist dies bei den „Nasen“, mit denen die Ziegel eingehakt werden. Sind die Wölbungen abgeschlagen, gibt‘s kein Halten mehr. Manch Lücke im Dach und Tonscherben auf dem Boden zeigten sich nach Stürmen. Die Lücken werden zwar unverzüglich geschlossen und das Dach ist dicht, die Generalsanierung des Daches ist aber seit Monaten geplant.

 

„In den vergangenen Tagen sind wir zwei große Schritte weitergekommen“, ist Göckler erfreut. Zuerst gaben die Denkmalschützer ihr Einverständnis zu einer „denkmalgerechten Sanierung“, zudem startete der Oberkirchenrat die Architektenbeauftragung. Der Umfang der Sanierung ist beachtlich. Relativ glimpflich kommen die Untertürkheimer vermutlich beim Kirchenschiff weg. „Untersuchungen von innen haben gezeigt, dass die Balkenkonstruktion glücklicherweise keine Schäden und keinen Befall durch Holzwürmer aufweist“, so Glöckler. Allerdings müsste die Mehrzahl der Biberschwanz-Ziegel ausgetauscht werden. Dazu wird die Stadtkirche eingerüstet. Diese Möglichkeit werden die Kirchenexperten nützen, um sich den ortsbildprägenden Turm genauer anzuschauen. „Vom Denkmalschutz haben wir den Auftrag, dass wir den Charakter des Turms nicht verändern dürfen“, sagt Glöckler.

Kirchenfest am 11. Juli 2010

Das bedeutet, anders hätten die Untertürkheimer eh nicht entschieden, der Kirchturm behält seine „grüne“ Haube. „Die Dachdecker werden jede grün-glasierte Ziegel überprüfen und gegebenenfalls erneuern“, sagt Glöckler. Im Zuge der Dachsanierung werden Fachleute zudem das Kupferdach, den Wetterhahn und die Zifferblätter unter die Lupe nehmen. Alles in allem rechnet der Kirchengemeinderat mit Kosten in Höhe von rund einer Viertelmillion Euro. Noch fehlen die Zusagen für einen Zuschuss von Seiten der Landeskirche und des Kirchenbezirks. Die Untertürkheimer wissen jedoch, dass die Kirchengemeinde einen erheblichen Anteil zahlen muss. Sie hofft auf Spenden aus der Bevölkerung. Am 11. Juli organisiert sie das erste Gemeindefest rund um die Stadtkirche mit vielen Attraktionen, unter anderem mit Turm- und Beinkellerbesichtigung, Konzerten und interessanten Einblicken.


Sonntag, 11.07.10 - Gemeindefest rund um die
Evang. Stadtkirche Untertürkheim

11.00 Uhr - Familiengottesdienst (Pfarrer Frasch) mit anschließendem Essen vom Grill - Kaffee und Kuchen Das Gemeindefest wird mitgestaltet von der Kantorei, dem Posaunenchor u.v.m.


13 -16 Uhr - Kinderprogramm

 

13 + 14 + 15 + 17 Uhr - Turmbesteigung - Tiefkellerbesichtigung mit Original-Beinkeller


14:30 Uhr - Das Männerquintett der Untertürkheimer Kantorei


16.00 - 17.00 Uhr - Sommerliedersingen "Sing Mit" mit der Kantorei (Fr. Ziegler)


18 Uhr - Abschluss durch den Posaunenchor -Schlusswort und Segen

 

Website: www.stadt-wallmerkirche.de


Mehr zur Evang. Stadtkirche Untertürkheim bei www.wirtemberg.de.

StadtkircheStadtkirche bekommt ein neues Dach

UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 12.5.2011:

Aufwändige Sanierungsarbeiten beginnen noch vor Pfingsten

Wenn Fußgänger an der Stadtkirche demnächst ihre Blicke gen Himmel richten, hat dies einen irdischen Grund: Dachdecker werden ab Juni in luftiger Höhe ihrem Beruf nachgehen. „Abschnittsweise wird das Dach unserer Kirche mit neuen Ziegeln gedeckt. Gleichzeitig wird der Turm auf Schäden untersucht“, sagt Stefan Glöckler, der zweite Vorsitzende der Stadt- und Wallmerkirchengemeinde.

Von Mathias Kuhn - Foto: Enslin

 

Die Entscheidung ist gefallen: Vor wenigen Tagen hat der Kirchengemeinderat den Auftrag an einen Dachdeckerbetrieb erteilt. Die Vorbereitungen für die aufwändige Sanierung der Stadtkirche laufen auf Hochtouren. Bereits Ende Mai soll das Gotteshaus eingerüstet werden. Von Anfang Juni bis Mitte August soll dann die Kirche neu eingedeckt werden. „Zuvor müssen wir allerdings noch einmal mit dem Denkmalschutzamt die Art und Farbe der Ziegel abstimmen“, sagt Glöckler. Schließlich soll das stadtbildprägende Gotteshaus seinen Charakter behalten. An dem Austausch der Ziegel führt jedoch kein Weg vorbei. Seit Jahren haben Stürme immer wieder Ziegel vom Dach oder Turm heruntergefegt. Zwar wurden die Lücken unverzüglich gefüllt, das generelle Problem bleibt jedoch: Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Kirchendach teilweise zerstört. Nach Kriegsende wurden die Schäden behoben. „In der damaligen Notzeit wurde das Material aber nicht mit der gewohnten Sorgfalt gebrannt“, so Glöckler. Ziegelfabriken mussten damals die Bausteine fast im Akkord herstellen. Normalerweise wurden die Ziegel einige Tage zum Trocknen gelegt. In der Nachkriegszeit wurden viele Ziegel aus Platzmangel einfach nur hingestellt. Dadurch wurden sie nicht ganz plan. Die Folgen zeigen sich heute. Bei starken Winden reiben die Ziegel aneinander, Stücke platzen ab. Gefährlich wird dies bei den „Nasen“, mit denen die Ziegel eingehakt sind. Sind die Wölbungen abgeschlagen, gibt‘s kein Halten mehr. Die Ziegel rutschen vom Dach.Um größeren Schäden vorzubeugen, lässt die Kirchengemeinde nun die alten gegen höherwertige Biberschwanzziegel austauschen. Der Turm wird sogar mit noch kostspieligeren, grün lasierten Ziegeln verkleidet. Da für die Schwerstarbeit in luftiger Höhe die Kirche eingerüstet werden muss, nutzt die Gemeinde die Möglichkeit, Dach, Fassade und Turm nochmals genauer unter die Lupe zu nehmen. So wird die Verlattung an einigen Stellen auch ausgebessert. „Zudem diskutieren wir gerade mit Experten, wo wir Nisthilfen beispielsweise für Falken anbringen können“, so Glöckler.

Die rar gewordenen Flugkünstler sind doppelt willkommen. Zum Einen, um ihre Art zu sichern, zum Zweiten, um Tauben zu vertreiben. Außerdem sollen Fledermäuse Kirchenasyl erhalten. „Wir schauen, wo es Einfluglöcher für sie geben könnte“, so Glöckler. Nicht nur Dachdecker und Zoologen, sondern auch ein Steinmetz soll das Gerüst nutzen. Er soll locker sitzende Steine am Turm kontrollieren und Epitaphien konservieren. Außerdem stehen das Kupferdach am Turm und der Blitzschutz auf der Prüfliste. „Als letzte Aufgabe wird die Elektrik im Dach erneuert“, sagt Glöckler. Er geht davon aus, dass sich die Sanierungsarbeiten bis August hinziehen. Nach den bisherigen Kostenermittlungen liegt der finanzielle Aufwand bei rund 250 000 Euro. Einen großen Anteil von etwa 30 Prozent übernimmt die Landeskirche aus dem so genannten Ausgleichsstock: Die Kirchenpflege schießt etwas dazu, die Hauptlast trägt jedoch die Kirchengemeinde. „Dank einiger Spendenaktionen und Benefizveranstaltungen haben wir einige Tausend Euro erhalten“, sagt Glöckler.

Die Kirchengemeinde benötigt noch Unterstützung. Spenden können auf das Konto der Gemeinde bei der BW-Bank (Bankleitzahl 600 501 01) Kontonummer 247 2083 oder bei der Untertürkheimer Volksbank (BLZ: 600 603 96) Kontonummer 257 001 unter dem Stichwort „Kirchendach“ eingezahlt werden.

NEU:
Die Industrialisierung Untertürkheims am Anfang des 20 Jahrhunderts im ORTSMUSEUM ROTENBERG

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Die Ausstellung des Bürgervereins Untertürkheim im 1.Stock des Alten Schulhauses in Stuttgart-Rotenberg ist am Sonntag 1.7. 2012 von 14 - 16 Uhr geöffnet. Dort werden von 15 Untertürkheimer Firmen Fotos und historische Geschäftspapiere aus der Zeit um 1920 gezeigt. Neben der Firmengeschichte werden auch Originalobjekte (soweit vorhanden) präsentiert.

Nach dem Eisenbahnbau 1845 entwickelte sich Untertürkheim ab 1900 vom reinen Weingärtnerort zu einer Industriegemeinde mit den verschiedensten Spartenprodukten wie: Schokolade, Seife, Tinte, Tusche, Klebstoffe, Sanitärprodukte, Hundekuchen, Fotokinomaschinen, Bettfedern, Steppdecken, Zigaretten, Motorräder, Autos und Motoren uvm. Viele dieser Firmen existieren heute nicht mehr.
Die Sonderausstellung des Ortsmuseum in der Württembergstraße 312 ist bis September 2012 jeden ersten Sonntag von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Darüberhinaus ist weiterhin die heimatgeschichtliche Ausstellung von der Frühzeit bis ins 20. Jahrhundert im Ortsmuseum zu besichtigen. Der Eintritt ist frei - Mehr Infos unter www.bv-untertuerkheim.de

 

INDUSTRIEGESCHICHTE IN UNTERTÜRKHEIM
Downloads als pdf-Datei

 

Kanaldeckel von den Firmen REISSER

A. Reisser     G. Reisser

Adolf Reisser Böblingen - Kanaldeckel - Gustav Reisser - NIAMA -Stuttgart-Untertürkheim
gefunden in Gomadingen - Danke an Peter Vetter

Gustav REISSER in Untertürkheim